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Was war - was kommt

Donnerstag, 29. November 2018
Lesung mit Anselm Bilgri

Mit einer gleichermaßen faszinierenden wie auch humorvollen Lesung begeisterte Anselm Bilgri am Dienstag die Zuhörer im Theater-Saal in Gilching. Bodenständig, fern jeder Polemik, erklärte er, dass der Zölibat alles andere, als der Gesundheit zuträglich sei. Zumal es auch von Gott nicht so gewollt scheint. Am Beispiel Anton Aschenbrenner veranschaulichte er, wie es die Kirche schafft, unter dem Mäntelchen der Christlichkeit einen beliebten Pfarrer loszuwerden. Einzige Verfehlung: Er wollte nicht zustimmen, sich von Freundin und Kind zu trennen. Die Freundin war von der Obrigkeit geduldet, als dann eine Tochter kam, sollten Mutter wie Kind in einem Ort, 500 Kilometer entfernt, untergebracht werden. Gleichwohl das ganze Dorf - Hintereben im Bayerischen Wald - sowohl hinter ihrem Pfarrer, wie auch seiner Familie standen.
Ausschnitt aus Anselm Bilgris neuem Buch: "Die Verabschiedung von der Pfarrei im Gottesdienst war für alle hoch emotional", erinnert sich Aschenbrenner. "Wir hatten in diesem Jahr die Sternsinger-Aktion unter dem Motto - Kindern ein Zuhause geben -, das rührte mich sehr an, und viele in der Pfarrei genauso." Es gibt Tränen in Hintereben. Ihr Pfarrer ist nicht mehr ihr Pfarrer...
Macht die Kirche so weiter, wird sie bald ohne Geistliche dastehen, ist Anselm Bilgri überzeugt. Dabei gäbe es einfache Lösungen, die Kirche wieder lebendig zu machen. Im letzten Kapitel erklärt der ehemalige Cellerar vom Kloster Andechs, wie sich die Kirche retten lässt.
Erhältlich ist "Bei aller Liebe - warum die katholische Kirch den Zölibat freigeben muss", erschienen im Piper-Verlag, unter anderem bei der LESELUST in Gilching, bzw. überall im Buchhandel.

Mittwoch, 21. November 2018
Habe die Ehre

13. Juli 2018, 22:14 Buch
Andechser Geschichten
Uli Singer stellt eine neue Anekdotensammlung vor

Von Ute Pröttel
Ihr Mundwerk ist ebenso gefürchtet wie ihre spitze Feder. Die Lokaljournalistin Uli Singer schreibt seit Jahrzehnten über Menschen und Ereignisse im Landkreis Starnberg. Und so war am Freitagvormittag die Terrasse des Klostergasthofs in Andechs voll besetzt, als sie ihr neues Buch vorstellte mit dem Titel: "Habe die Ehre - Menschen und Geschichten aus Andechs, Erling, Frieding und Machtlfing."

"Bevor noch eine Zeile geschrieben war, stand schon der Termin für die Präsentation fest", erzählt Singer. Ausgerechnet Freitag. der 13. sollte es sein. Anlass für das Buch ist der Abschied von Wirt Alexander Urban, der Ende des Jahres den Andechser Klostergasthof verlässt. Seit 25 Jahren hat der gebürtige Inninger dort gearbeitet, anfangs als junger Geschäftsführer im Bräustüberl, seit 1994 als Pächter des Klostergasthofes.

Ohne das Vertrauen von Pater Anselm Bilgri und Alt-Abt Odilo Lechner wäre das nicht möglich gewesen, heißt es oft. Anselm Bilgri hat den Heiligen Berg schon lange verlassen und ist vor 14 Jahren auch aus dem Benediktinerorden ausgetreten. Odilo Lechner ist im vergangenen November gestorben. Urban hat den Pachtvertrag mit dem Kloster Anfang Februar gekündigt. Die Klosterleitung führt Gespräche über die Nachfolge; das bestätigte Pressesprecher Martin Glaab. Er fügte hinzu, man habe nicht nur einen Bewerber.

Zur Buchpräsentation war von der Klosterleitung niemand herunter gekommen auf die Terrasse des Gasthofes; dafür saß Anselm Bilgri unter den Gästen. Er lehrt heute Wirtschaftsethik in München und berät Führungskräfte. Bilgri bedauert den Weggang von Urban und meint, es dürfte schwierig werden, so einen Wirt wieder zu finden. Viele Brauereien seien derzeit auf der Suche. Auch Uli Singer kennt Bilgri aus seiner Zeit als Cellerar in Andechs. "Und das war nicht immer zu meinem Vergnügen", erzählt er. Singer habe schon immer sehr kritisch geschrieben, was sie für richtig halte. Freitag, der 13., also als Seitenhieb auf das Unglück, dass der beliebte Wirt nun gehen muss? Uli Singer grinst.

Sie hat in eineinhalb Monaten Geschichten vom Andechser Meteoriteneinschlag und den Machtlfinger Dorfladen, über Pater Anselm und den früh verstorbenen Frater Lambert aus ihrem großen Fundus zusammengestellt. Urban finanziert das Buch und will die Geschichtensammlung im Klostergasthof auslegen. Möglicherweise auch, um nicht mehr selber im Mittelpunkt der Gespräche zu stehen. Aus SZ vom 13. Juli 2018

Freitag, 9. November 2018
Bei aller Liebe - ein offenes Wort zum Zölibat

Absolut empfehlenswert:
Ein Plädoyer für eine lebendige und moderne Kirche
Der Zölibat stellt für zahlreiche Priester eine enorme psychische Belastung dar und führt zu einem eklatanten Nachwuchsmangel in der katholischen Kirche. Die Auswirkungen des Ehelosigkeitsgebots in unserer Zeit können mit Fug und Recht als dramatisch bezeichnet werden. Deshalb fordern Anselm Bilgri, ehemaliger Cellerar im Kloster Andechs, und Mitautor Gerd Henghuber klar: Der Zölibat muss reformiert werden, wenn die Kirch zukunftsfähig bleiben will.
Erschienen im Piper-Verlag und erhältlich im einschlägigen Buchhandel... bzw. bietet die Leselust anlässlich der Lesung von Anselm Bilgri am Dienstag, 27. November, 19 Uhr (Theater im Rathaus Gilching) einen Buchtisch mit dem neuesten Werk aus der Feder von Anselm Bilgri an. Anschließend kann das Buch auch signiert werden.

Dienstag, 30. Oktober 2018
Vorlese- und Bastelstunde

In der Bücherei der Gemeinde Gilching findet am Mittwoch, 7. November, der Zeit von 16 bis 17 Uhr eine Vorlese- und Bastelstunde statt für Buben und Mädchen ab vier Jahren. Vorgelesen wird aus dem Buch „Flieg doch, kleiner Dino“. Der kleine Dinosaurier wünscht sich nichts sehnlicher, als zu fliegen. Er weiß jedoch nicht so Recht, wie er das anstellen soll. Fleißig übt er Tag für Tag, aber - plumps - fällt er immer wieder auf die Nase. Fast will er schon aufgeben, da lernt er das kleine Dino-Mädchen Flag kennen. Mit ihr zusammen fasst er neuen Mut und setzt an zum entscheidenden Sprung... Wenn Ihr den Schluß hören wollt, kommt einfach zu uns in die Bücherei. Der Eintritt ist frei.

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