BÜCHER
Erfindung des Buchdrucks
Beim klassischen Buchdruck handelt es sich um ein Hochdruckverfahren. Dieser war wahrscheinlich schon um 1040 in China bekannt, von wo die ersten schriftlichen Zeugnisse über chinesische Buchdrucke aus dem Jahr 1324 stammen. In aktuellen Darstellungen der UNESCO wird das koreanische Jikji auf den Juli 1377 datiert. Es wäre damit "das älteste Buch der Welt", das mit Bronze-Lettern gedruckt wurde.[1] Der Buchdruck mit beweglichen Lettern in Fernost wurde jedoch nur sporadisch verwendet, blieb als arbeitsintensiver Handdruck unter den technischen Möglichkeiten der Zeit und verschwand mit Einführung der westlichen Drucktechnik im 19. Jahrhundert schließlich ganz.
Die Erfindung des modernen Buchdruckes geht auf den Mainzer Goldschmied Johannes Gutenberg zurück, der in der Mitte des 15. Jahrhunderts ein komplettes, maschinenbetriebenes Drucksystem mit beweglichen metallenen Lettern einführte. Seine Druckerpresse revolutionierte den Buchdruck und machte das gedruckte Buch zu einem Massenartikel, der die Grundlagen für die heutige Wissensgesellschaft legte und entscheidend zur Entfaltung der modernen Massenbildung und Wissenschaften beitrug. Schlüssel seines Erfolges war die schlussendliche technische Ausgereiftheit des Systems nach langen Phasen erheblicher Rückschläge und nach erheblichen Investitionen auf Kredit und als Beteiligungen, die Gutenberg den wesentlichen kommerziellen Erfolgsanteil an seinen Bemühungen kosteten. Den frühen Verlegern boten seine Erfindungen erhebliche Profitchancen und machten so gleichzeitig Bücher für eine breitere Allgemeinheit erschwinglich.
Quelle: Wikipedia